Sicherheitshinweis Inverkehrbringung von mangelhafter Hitzeschutzkleidung für die Feuerwehr

03.12.2014

Bereits im August 2013 wurde von der DGUV ein Warnhinweis bezüglich Hitzeschutzkleidung
der Kontex GmbH herausgegeben (Rundschreiben 315-2013 der DGUV).

Dieser Warnhinweis betraf Hitzeschutzkleidungen welche Angaben der Fa. Kontex zufolge nach
DIN EN 1486:2008 „Schutzkleidung für die Feuerwehr - Prüfverfahren und Anforderungen für
reflektierende Kleidung für die spezielle Brandbekämpfung“ gefertigt waren. Hierzu führt derzeit
die Kontex GmbH bereits eine Rückrufaktion durch.


Unabhängig davon wurden mindestens in den Jahren 2009 und 2010 noch Hitzeschutzkleidung
"Typ 3 nach zurückgezogener Norm", also nach DIN EN 1486:1996 „Schutzkleidung für
die Feuerwehr - Prüfverfahren und Anforderungen für reflektierende Kleidung für die spezielle
Brandbekämpfung“, der Kontex GmbH verkauft. Händler und Beschaffer gingen damals
davon aus, dass es sich um Abverkäufe von Lagerbeständen handelte.
Mittlerweile gibt es jedoch auch Zweifel an der Normkonformität der Hitzeschutzkleidungen,
die mit dem Hinweis "nach zurückgezogener Norm" verkauft wurden. Daher wurde eine
Stichprobenprüfung gemäß DIN 1486:1996 beim Institut für Arbeitsschutz (IFA) der DGUV
durchgeführt.


Im Ergebnis kann festgestellt werden, dass der überprüfte Hitzeschutzanzug nicht mit dem
Baumuster überein stimmt und wesentliche sicherheitstechnische Anforderungen der DIN
EN 1486:1996 (Strahlungswärme, Konvektive Wärme und Kontaktwärme) nicht erfüllt.
Das Tragen dieser Anzüge gemäß der DIN EN 1486:1996 bei Einsätzen mit hoher thermischer
Belastung kann daher mit einer erheblichen und konkreten Gefährdung für die Einsatzkräfte
der Feuerwehr verbunden sein.


Das Sachgebiet „Feuerwehren und Hilfeleistungsorganisationen“ im Fachbereich
„Feuerwehren, Hilfeleistungen, Brandschutz“ der DGUV empfiehlt daher, auch die
Hitzeschutzkleidung nach DIN EN 1486:1996 der Kontex GmbH nicht mehr zu verwenden

Das vollständige Rundschreiben der DGUV finden Sie hier.

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